Mein Workflow

Digitales Handwerk:
Mein Workflow vom Sensor bis zum fertigen Blogpost

Oft werde ich gefragt, wie meine Bilder entstehen. Ist es nur ein Klick? Nein, das Fotografieren im Feld ist für mich nur der erste Teil der Geschichte. Damit aus einer flüchtigen Begegnung in der Natur ein bleibendes Bild wird, durchläuft jede Aufnahme einen sorgfältig abgestimmten Prozess. Hier nehme ich dich mit hinter die Kulissen meiner digitalen Dunkelkammer.

1. Das Rohmaterial: Canon EOS 7D & RAW

Alles beginnt draußen. Meine Canon EOS 7D ist ein treuer Begleiter, ein echtes Arbeitstier. Ich fotografiere ausnahmslos im RAW-Format. Warum? Weil ein RAW-Bild kein fertiges Foto ist, sondern ein Datensatz mit allen Informationen, die der Sensor eingefangen hat. Das gibt mir die Freiheit, später über Licht und Schatten zu entscheiden, ohne die Bildqualität zu zerstören.

2. Die Sichtung: Die Spreu vom Weizen trennen

Nach der Tour landen die Daten auf meinem MacBook Air. In Adobe Lightroom Classic findet die erste, oft gnadenlose Auswahl statt. Welches Bild erzählt eine Geschichte? Wo sitzt der Fokus perfekt? Nur die „Rohdiamanten“ schaffen es in die nächste Runde.

3. Die Präzisionsarbeit: DxO PhotoLab 9

Für die eigentliche „Entwicklung“ vertraue ich auf DxO PhotoLab 9. Hier passiert die Magie:

  • Optische Korrekturen: DxO kennt meine Canon-Objektive genau und korrigiert Verzeichnungen oder Randunschärfen physikalisch präzise.
  • DeepPRIME: Die Rauschminderung von DxO ist für mich ungeschlagen. Sie rettet Details in dunklen Bildbereichen, die sonst verloren wären.
  • Eigene Presets: Ich nutze hier selbst entwickelte Looks, um eine konsistente Grundstimmung in meine Bilder zu bringen.
4. Der Qualitäts-Kniff: Das komprimierte DNG

Anstatt direkt ein fertiges JPEG zu erstellen (was einen unwiderruflichen Qualitätsverlust bedeuten würde), exportiere ich aus DxO zunächst als DNG. Da diese Dateien riesig sind (oft über 100 MB), nutze ich einen Zwischenschritt, den ich von erfahrenen Fotografie-Mentoren gelernt habe: Ich konvertiere die Dateien mit dem Adobe DNG Converter in ein verlustbehaftetes DNG.

Das Ergebnis? Eine Datei, die nur noch etwa 10 MB groß ist, aber fast die gesamte Bearbeitungsflexibilität einer RAW-Datei behält. So spare ich Speicherplatz, ohne bei der Bildqualität Kompromisse einzugehen.

5. Das Finale: Finetuning in Lightroom

Die optimierten DNGs wandern zurück nach Lightroom Classic. Hier bekommt das Bild den letzten Schliff:

  • KI-Maskierung: Ich optimiere gezielt den Himmel oder betone das Hauptmotiv, während der Hintergrund dezent zurücktritt.
  • Farbbalance: Ein letzter Abgleich, damit die Stimmung genau so ist, wie ich sie vor Ort empfunden habe.
6. Teilen und Veröffentlichen

Erst jetzt ist das Bild bereit. Über die Adobe Cloud teile ich Alben mit meiner Familie und meinen Freunden. Und die absoluten Highlights? Die landen hier im Blog, um ihre Geschichte mit dir zu teilen.

Zuletzt aktualisiert: 01. Februar 2026

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